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Client Virtualiserung
Die Antwort auf neue Anforderungen

Einleitung

Der IT-Leiter und sein Team sind heutzutage aufgefordert, die operativen IT-Kosten deutlich zu senken und das, ohne dass Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance darunter leiden. Zusätzlich erwartet das Management eine bessere Unterstützung der Geschäftsprozesse und eine wesentlich schnellere Umsetzung neuer Anforderungen der Fachabteilungen. Zu diesen neuen Anforderungen zählt auch mobiles und flexibles Arbeiten der User.

Um näher zu untersuchen, wie Virtualized Desktop & Client Computing (VCC) die Unternehmen dabei unterstützen kann, den genannten Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, hat IDC im Januar 2013 250 IT- und Fachbereichs-verantwortliche aus deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. .

Was bedeutet Client Virtualisierung?

Unter Client Virtualisierung versteht IDC alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen:

  • Desktop-Virtualisierung (inklusive VDI und DVD)
  • Applikationsvirtualisierung
  • Virtual User Session
  • User Virtualisierung

Im Kern geht es bei der Client-Virtualisierung darum, den Anwendern einen möglichst betriebssystem- und endgeräteunabhängigen Zugriff auf Daten und Applikationen zu ermöglichen. Dies wird insbesondere durch die zentrale Speicherung und Verarbeitung der Daten und Applikationen im Rechenzentrum erreicht.

The Analyst
Research Analyst, IDC

Quote
"Mit Desktop und Client Virtualisierung kann die IT die Sicherheit gewährleisten und den Managementaufwand deutlich reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen sie den Usern mobiles Arbeiten."

Großes Interesse an Client Virtualisierung

Für 75% der Unternehmen sind virtuelle Arbeitsplätze ein Lösung

Das Interesse an Client-Virtualisierung ist groß: Insgesamt sind virtuelle Arbeitsplätze in drei Viertel der befragten Unternehmen entweder im Einsatz (27%), werden gerade implementiert (20%) oder die Einführung wird geplant (27%).

Dabei nutzen große Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten bislang häufiger virtuelle Arbeitsplätze durch Client-Virtualisierung. Der Blick auf die Pläne der Unternehmen zeigt aber, dass sich der Mittelstand ernsthaft Gedanken über den Einsatz von Client-Virtualisierung macht, da sich auch hier ein deutlicher Mehrwert einstellen kann.

Desktop- und Applikationsvirtualisierung am stärksten verbreitet

Das häufigste Bereitstellungmodell ist hierbei die Desktop-Virtualisierung (58%). Mit Hilfe eines Hypervisors wird dabei die Client-Umgebung – also die Applikationen, die Daten und das Betriebssystem – von der Host-Hardware losgelöst.

Bei der Desktop-Virtualisierung unterscheidet IDC zwischen Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und Distributed Virtual Desktop (DVD). VDI ist mit 44% am weitesten verbreitet, während fast ein Drittel (30%) der befragten Unternehmen DVD nutzen.

Ebenfalls beliebt ist die Applikationsvirtualisierung (55%). Dem User werden hierbei Anwendungen losgelöst vom darunterliegenden Betriebssystem bereitgestellt.

Sicherheit hoch, Verwaltungsaufwand runter

Es gibt vielfältige Gründe Pro-Client Virtualisierung. Die IT-Verantwortlichen wollen vor allem die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig ihre operativen Kosten, also den Management-Aufwand verringern – und damit das IT-Personal entlasten.

Dies ist wenig überraschend, denn durch den zentrale Ansatz der Client Virtualisierung erreicht die IT-Abteilung die Kontrolle über die Daten und Applikationen. So können die Sicherheitsmaßnahmen zentral, direkt und schnell ausgerollt werden. Genauso wird der laufende Betrieb, etwa Upgrades oder Releases zentral und einfach ausgerollt, ohne dass die IT physisch auf die Endgeräte zugreifen muss.

Ebenfalls gespart werden kann bei den Anschaffungskosten, da Client-Virtualisierung auf Endgeräteseite keine hohe und damit teure Performance benötigt. Die Lebenszyklen der Endgeräte lassen so verlängern oder günstige Thin Clients können genutzt werden.

Mobiles und flexibles Arbeiten durch Client-Virtualisierung

Für die User in den Fachabteilungen stehen ganz andere Gründe im Mittelpunkt: Für sie ist die verbesserte Flexibilität und Produktivität der Anwender das wichtigste Argument für die Desktop und Client Virtualisierung. Diese wird erreicht, indem die User mobil arbeiten können – zu jeder Zeit und von jedem Ort (beim Kunden, Flughafen, Hotel, Home Office, etc.).

Allerdings brauchen die Anwender dabei möglichst die gleichen Tools und den Zugriff auf Unternehmens-Applikationen (wie CRM, ERP, Supply Chain etc.), so wie sie es vom stationären Arbeitsplatz her gewohnt sind – und genau hier haben die Unternehmen noch Nachholbedarf.

Mobil und sicher?

Client Virtualisierung ermöglicht mobiles Arbeiten

Kein Wunder, das Mobilität für die Fachbereiche ein so wichtiges Argument für die Client Virtuallisierung darstellt denn bereits 55 Prozent der Belegschaften arbeiten zumindest gelegentlich mobil. Und die Desktop und Client Virtualisierung wird von den befragten Entscheidern inzwischen als ein wichtiger Lösungsansatz wahrgenommen, um mobiles Arbeiten zu ermöglichen.

BYOD – Pragmatismus kehrt ein

Im Hinblick auf die Virtualisierungsstrategie spielt die geschäftliche Nutzung privater Endgeräte auch in Zukunft – in 2 bis 5 Jahren – eine untergeordnete Rolle. Lediglich 12% der Befragungsteilnehmer gehen davon aus, dass BYOD in ihrem Unternehmen mittel- bis langfristig das Modell der Wahl sein wird. Dementsprechend arbeitet die überwiegende Mehrheit weiterhin mit firmeneigenen mobilen Endgeräten, die sinnvoll in die VCC-Strategie eingebunden werden können.

Allerdings gehen 43% davon aus, dass diese geschäftlichen Mobilgeräte in Zukunft gleichzeitig auch für private Zwecke – nahezu uneingeschränkt – genutzt werden dürfen.

Mobil und sicher – durch Client Virtualisierung

Welches Beschaffungsmodell sich auch durchsetzen wird: Die Anforderungen an die IT-Abteilung, die Sicherheit der Daten und die gesetzlichen Datenschutzvorgaben einzuhalten, bleiben bestehen. Und die Client-Virtualisierung ist – neben weiteren Sicherheitsmaßnahmen wie der verschlüsselten Übertragung oder Device Management-Lösungen – aus Sicht von IDC ein ganz wesentlicher Lösungsansatz, um diese Sicherheit zu garantieren und gleichzeitig den Usern mobiles Arbeiten zu ermöglichen.

Die Herausforderungen

Anpassung des Sicherheitskonzeptes

Sicherheitsbedenken rangieren bei den Unternehmen ganz oben auf der Contra-Liste gegen die Einführung von VCC. Interessanterweise ist die Verbesserung der IT-Sicherheit zugleich auch der größte Antriebsfaktor dafür.

Auf der Hand liegt, dass man einen höheren Sicherheitsstandard benötigt, wenn mehrere virtuelle Clients auf einer physischen Hardware laufen, da die Auswirkungen im Falle des Falles bedeutend weitreichender sein können, als in einer herkömmlichen, dezentral betriebenen IT-Infrastruktur.

Aus diesem Grund sind 71 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen der Meinung, dass für virtuelle Client-Umgebungen spezielle Sicherheitslösungen erforderlich sind.

Leistungsfähige IT-Infrastruktur erforderlich

Performance-bezogene Herausforderungen, etwa die zu geringe Leistungsfähigkeit der vorhandenen IT-Infrastruktur, die zu einer komplexen und aufwendigen Implementierung der Client-Virtualisierung, führen kann, werden ebenfalls als Hindernis betrachtet.

Wenn Daten und Applikationen durch Client-Virtualisierung zentral über das Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden, so sind entsprechende IT-Kapazitäten erforderlich.

Deshalb bewerten 62 Prozent der IT-Verantwortlichen den Aufwand bei der Implementierung im Rechenzentrum und 52 Prozent im Netzwerkbereich als am größten. Virtualized Desktop und Client Computing können deshalb nicht isoliert von der übrigen IT-Umgebung betrachtet werden. Die komplette IT-Infrastruktur muss analysiert und mögliche Anpassungen sollten frühzeitig eingeplant werden.

Fazit

IT-Entscheider aus deutschen Unternehmen haben sich offenbar mit Virtualized Desktop und Client Computing befasst und den Nutzen erkannt:

  • Das wichtigste Motiv pro VCC ist dabei die Gewährleistung von Sicherheit, an zweiter Stelle steht die Reduzierung des Administrationsaufwands.
  • Das Business hingegen schätzt im Hinblick auf Client Virtualisierung das flexible und mobile Arbeiten als außerordentlich wichtig ein, ermöglicht durch die geräte- und betriebssystemunabhängigen Nutzung von Firmen-Applikationen.

Auf der Contra-Seite stehen die nicht unerheblichen Aufwendungen bei der Implementierung und für die Gewährleistung der Sicherheit, die dafür sorgen, dass sich die Investitionen in eine Client Virtualisierung nach Ansicht der meisten Befragten eher mittel- als kurzfristig amortisiert.

Doch offensichtlich überwiegen die bereits realisierten oder in Aussicht gestellten Vorteile. So gab ein Großteil der Unternehmen zu Protokoll, die Budgets für Client-Virtualisierung in den nächsten zwölf Monaten entweder zu erhöhen oder erstmalig zu investieren. Die Richtung ist also klar, das Tempo bleibt noch abzuwarten.

The Analyst
Research Analyst, IDC

Quote
"Mit Desktop und Client Virtualisierung kann die IT die Sicherheit gewährleisten und den Managementaufwand deutlich reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen sie den Usern mobiles Arbeiten."

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